Wir kennen den stylischen Keller chez Beat und Nicole ja schon. Und trotzdem - oder erst recht - freut sich männiglich, für ein paar Stunden so quasi nach Amerika transferiert zu werden.
Ist es ganz still an der Bar kann man ganz weit weg hören, wie sich Big-Twins durch den amerikanischen Kontinent schieben. Schliesst man für einen kurzen Moment die Augen dazu, so ziehen Harleys vorbei, feiner Sand weht über die durch Hitze flimmernde Strasse und ganz weit weg spielt einer das Lied vom Tod auf der Blues Harp. Ich kriege Gänsehaut...
Wieder zurück in der Realität lassen wir aber bei einem feinen Bierchen oder einem anderen Getränk (Die Barkarte lässt praktisch keine Wünsche offen...) das zu Ende gehende Jahr nochmals vor dem geistigen Auge vorüberziehen. War nun Schottland das tollste Ereignis, oder eben doch Faak und die Dolomitentour? Bleibe es, wie es war: Ein wunderschönes Harley-Jahr.
Gastgeberin Nicole meldet sich nun und bittet im oberen Stockwerk zu Tisch. Meinte ich es nur, täuschte ich mich? Der Beat reagierte prompt und trieb uns die Treppe hoch. So funktioniert das also, wenn man frisch verheiratet ist.
An reich gedeckten Tischen funktioniert der Service super. Es dauert nicht allzu lange und schon schwitzen die ersten Käsescheiben still vor sich hin. Natürlich scheuen sich die Gastgeber nicht, auch mit ganz heissen Kartoffeln zu hantieren. Die kurzen Pausen zwischen zwei Portionen werden wiederum genutzt um zurück und auch vorwärts zu schauen. Ausserdem gibt's einen ganz feinen Weissen. Max sei Dank! Auch der Präsi darf sich das eine und andere Gläschen genehmigen. Für Fahrzeugführer gibt's auch Thé. Diesen geniessen Jérôme und Brigitte reichlich, sind die beiden doch tatsächlich mit dem Custom-Bagger vor Ort. Das Warten fällt halt einfach schwer, und der Winter ist viel zu lange, verglichen mit Frühling, Sommer und Herbst.
Es folgt eine Verpflegungspause. Elisabeth macht sich in der Küche daran, für einen zusätzlichen Höhepunkt zu sorgen. Desserts - alle selbstverständlich selbst produziert werden auf Tabletts und Tellern arrangiert. Ein Anblick ist das. Saaagenhaft und man legt schon vom Anschauen kräftig an Pfunden zu. Was solls? Der Winter ist noch lange und man möchte ja auch noch den Frühling erleben. Wohlgenährt - der oberste Knopf am Bund ist offen, aber diskret verdeckt unter einem Schlabberpulli - neigt sich auch dieser Event dem Ende zu. Toll war es - vielen Dank Nicole, Beat und Elisabeth. Da der Fotograf doch meistens mit Essen, Trinken oder Palavern beschäftigt war, gibts nicht ganz so viele Bilder, wie gewohnt. Immerhin, das Dessert-Plättchen kann in der Fotogalerie angeschaut werden. Luege macht nit digg...