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28.-31.05.2026 - Dolomiten

2026 in den Dolomiten unterwegs 

Ansprungsvoller Kurvenswing

Am 28. Mai treffen sich 11 Friends auf 8 Bikes auf dem P+R - Parkplatz bei Rheinfelden. Frohgelaunt und gut vorbereitet, da die jeweilige Tagesdosis eher gut bestückt ist. RoadCaptain Skip hat uns vorgängig bestens dokumentiert und darauf hingewiesen, dass das Tourmotto «sportlich» lautet. Schliesslich fuhr seine Lieblingsfrau nicht mit, was sich jeweils beim Tempo niederschlägt.

Auf der 1. Etappe (347 km) befahren wir erst die Autobahn, wo wir vor Zürich, dem Abzweiger Gubrist, etwas eingebrems werden, um in der Raststätte Walensee einen Kaffeehalt einzuschalten. Hike offeriert diese Runde. Auf dem Flüela bei kühler Lufttemperatur aber umso stärkerer Sonneneinstrahlung verpflegen wir prima. Das Flüela-Hospiz begeistert mit seinem Angebot. Der Blick auf den Eissee und auf die schnee- und eisbedeckten Hänge fasziniert uns. Und an einem Nebentisch sitzt ein HOG-i vom Riat-Chapter in Saudi-Arabien. Unsere flotte Fahrt setzen wir fort über den Ofenpass mit dem Ziel Trinkstop bei der Geniessbar Fischerteich Prad. Margot lädt ein und wir fahren ca. um halb Vier weiter in Richtung Hotel Laurin in Algund bei Meran. Im Vintschgau ist es heiss. 33 Grad zeigen die Anzeigen entlang der Strasse. So hechten wir bald nach der Ankunft in den Pool und genehmigen uns einen Apéro auf der Terrasse welcher von Razor übernommen wird. Der Marsch zum Nachtessen im Gstör wird namentlich für diejenigen mit eher weniger geeignetem Schuhwerk (...) zu einer kleinen Herausforderung. Das Nachtessen entschädigt allerdings für alles. Den verschiedenen Tranksamen haben wir mutig bis ungenügsam zugesprochen, was wiederum den steilen Anstieg auf dem Rückweg zur Challenge werden lässt. Trotzdem haben alle ein Lächeln im Gesicht. Hunter hat gleich die ganze Rechnung übernommen. Jämessidenn!
Und dies war unser erster Tag:

GPS Track Details
Track length: 346.0 km
Moving time: 5:48
Average speed: 59.52 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m
 

Die Freitagsetappe (geplante 335 Km) hält ein paar Schmankerl für uns bereit. Nicht nur, weil bereits um Halbneun losgefahren wird. Bis und mit Bozen schwimmen wir mit viel Verkehr mit. Es folgt das Kofeljoch und schliesslich geht es eng und kurvig hoch zum Würzjoch wo wir unterwegs Halt machen in der Halshütte. Gelockt hier hat LX der alkoholfreie Löwenzahnspritz. Supergut, und Iceman übernimmt die Runde. Im Restaurant Rienz sitzen wir um die Mittagszeit draussen und geniessen wunderschöne Wiesen und Hügel vor dem Haus. Auf der Weiterfahrt wollen wir noch die Pässe Tre Croci (1809), Passo di Giau (2236) Passo di Pordoi (2239) bezwingen. Hinter Cortina d'Ampezzo bremst uns allerdings die Polizei ein. Alles gesperrt bis ca. 17.30 Uhr und noch immer wären ca. 170 Km zu fahren. Der Grund: Der Giro d'Italia hat Vorrang vor den Harley-Friends (... und vielen weiteren, welche ebenfalls umkehren mussten.). Hätte man ja unten irgendwie anschreiben können. Meinen wir. Bella Italia halt - immer für eine Überraschung gut. Die Tagesetappe wird entschädigt durch ein schönes Hotel in Lavis. Diese (Giro-) Etappe im Überblick:

GPS Track Details
Track length: 385.1 km
Moving time: 6:30
Average speed: 59.22 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m

Am Samstag sind 341 Km geplant. Gespickt mit kurvenreichen Strassen  durch die Dolomiten über die kleinen aber feinen Passo Bordola (1250), Passo Santa Barbara (1165), Passo dell’Ampola (747), Passo di Croce Domini (1892), Passo della Presolana (1297), Passo di Zambla (1264), Passo Culmine di San Pietro (1256) in die Lombardei zurück via Comersee (mit der Fähre) nach  Valsolda nahe der CH-Grenze. Auf dem Weg hoch nach Molina erleben wir, was an einem Samstag so touristisch abgehen kann. Das Päusschen im Cima d'Oro kommt gerade richtig. Wobei: Hunter ist voll im Flow und pöttert locker am Pausenhalt vorbei. LX und Hike folgen, doch nicht lange. Sie drehen ab, in der Hoffnung, dass Hunter dann auch mal den Rückspiegel konsultiert. Schliesslich haben sich auf der Terrasse wieder alle lieb. Dass dieser Tag etwas spezieller wird, wird schon bald einmal klar. Auch die Gümmeler haben ihre wahre Freude an diesen Pässen. Also immer schön vorsichtig fahren. Aber schrittweise fällt unsere Gruppe in schliesslich drei Détachemente auseinander. Mal geht es etwas zu pressant vorne weg, mal droht einer seinen Helm zu verlieren, mal steht niemand bei der Autostrassen- oder Kreiselausfahrt. Dazwischen wird sich wieder gefunden, aber nur, um sich wieder zu verlieren. Wir grasen jedenfalls die Gegend ziemlich intensiv ab. So treffen die ersten - notabene die mit den meisten (Autobahn-)Kilometern - schon um 18 Uhr ein um im See zu schwimmen. Die Gruppe Hike/LX checkt kurz nach 19 Uhr ein. Um 20.30 Uhr schliesslich können wir ein prima Nachtessen in unserem Hotel, dem Stella d'Italia bestellen. Ein intensiver Tag war das nun und es darf davon ausgegangen werden, dass bald schon nach dem Chörbliliegen die Augen zufielen. Die zweite Gruppe für diese Strecke:

GPS Track Details
Track length: 333.5 km
Moving time: 5:45
Average speed: 57.89 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m

Am Sonntagmorgen begann der Tag wiederum gruppenweise. Die ersten badeten schon um 6 Uhr im See, ein paar weitere etwas später. Die Gruppe «ungebadet zum Morgenessen» ging den Tag etwas gemächlicher an. Vor der Abfahrt auf die geplanten 295 Km richtete unser Ehren-Präsident noch das Wort an die Gruppe, spezifisch zum Thema Convoy-Fahren. So verinnerlicht glückte es in der Folge zusammen zu bleiben. Den Znüni auf dem Lukmanierpass im Hospezi Santa Maria spendierte LX und beim Mittagessen auf dem Oberalp im Piz Calmot lud Katja ein. Bezüglich Weiterreise studierten wir unsere Wetter-Apps. Diese zeigten so ca. ab 15 Uhr zum Teil heftige Gewitter. So beschlossen wir, über Andermatt - Göschenen - Wasen ab- und die Autobahn in Erstfeld aufzufahren. Wir kamen gut voran, auch durch den Grossraum Luzern. Bei der Verzweigung Rothrist begann es erst zu nieseln, dann zu regnen, dann zu schütten, sodass wir an der Tankstelle Gunzgen Nord Schutz suchten vor den Wassermassen, welche uns Petrus entgegen schleuderte. Auf der Autobahn herrschte ob dieser Wettersituation praktisch Stillstand. Jetzt war der Schreibende nicht mehr zu bremsen: Regenzeug montieren, sich von den Anwesenden verabschieden und ab in Richtung Heimat. Nach dem Belchentunnel gab es für ihn neben dem Wasser auch noch Hagelkörner auf seine Sommer-Händschli. Somit landete er zuhause, gut massiert, durchgewaschen (das Bike) und freute sich, dass ihm seine Liebste einen feinen Romanoff vorsetzte. Auch andere suchten die Diretissima und ein paar wenige machten tatsächlich noch einen Halt in unserer Stammbeiz auf dem Witschbgg. Alle heil nach Hause gekommen und um schöne Momente und Erfahrungen reicher.
Die Bilder zur Reise folgen. Und dies war die Sonntagsstrecke:

GPS Track Details
Track length: 299.8 km
Moving time: 5:01
Average speed: 59.63 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m