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22.-23.05.2026 - France 500 Miles

2026 in Südfrankreich 

Zwei Herausforderungen

Es zeichnete sich das bis anhin wärmste Wochenende des Jahres ab. In der Schweiz. In Südfrankreich sowieso.
Wir treffen uns auf dem Parkplatz beim JUMBO in Sissach. Voller Vorfreude, getankt. LX will bloss noch schnell das TomTom einrichten, das Aufzeichnungshandy und noch ein Startfoti machen. Zuviel für die Batterie seiner Polstergruppe, da die Zündung das Licht, die Zusatzlampen, schlicht alles - vor lauter Vorfreude - eingeschaltet war. Die Batterie schaffte es nicht mehr.

LX hatte vorgesorgt und einen Jump-Starter mit dabei. Allein, resp. auch zu zweit schafften wir es nicht, die Maschine zum Laufen zu bringen. TCS hilft. Kaum war dieser alarmiert (Wartezeit 35 Min.) klappte es mit dem Jump-Starter doch noch. TCS wieder storniert und mit rund 20 Minuten Verspätung ging es über die Direttissima zu unserem Ziel, der Doimaine de la Reynaude, wo wir kurz nach 15 Uhr eintrafen, nach 647 Km. Staus begegneten wir ausschliesslich im Schweizer Mittelland. What else...
Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Ein paar Bierchen, wieder früsch machen, ein formidables Nachtessen geniessen um schliesslich nicht mehr ganz abstinenzlerisch in die Falle zu fallen.

Am Samstag schläft LX aus währendem Hunter schon mal eine Runde fährt. Anschliessend Zmörgele und so ca. um 11 finden wir uns in der Dealership ein. Einschreiben, Haftungsausschluss unterschreiben, Päckli fassen, viel trinken und ein formidables Mittagessen verpflegen, warten, warten, bis dann gegen 15 Uhr die obligate Ansprache zum Event in verschiedensten Sprachen zur Losfahrt ruft.

Danach befahren wir den Süden Frankreichs, auf zum Teil sensationellen Strecken (teilweise auf der Alpen-Challenge schon gefahren). Wir kommen gut voran, Hunter erweist sich als wahrer Profi im Logbuchlesen, LX darf hintennachfahren, muss aber trotzdem hellwach bleiben, weil wir nur zu zweit unterwegs sind - ergo beiden lesen müssen. Fahren wir mal lätz, dämmerts bereits nach wenigen Metern. 7 Teilstrecken zu rund 120 Km sind zu befahren. Am Abend fährt dann das West Provence Chapter nochmals ein wunderbares Essen auf! (Also in den 90 Euronen, welche bei der Anmeldung fällig wurden, waren an den Posten und am Ziel verschiedenste Häppchen inkludiert, zwei Mittagessen - alles immer auch mit Getränken - das T-Shirt und der PIN.).

Eine Extra-Challenge leisten wir uns mitten in der Nacht auch noch: Bei einer Tankstelle touchiert Hunter mit der Feder des Jiffy-Stand worauf der Seitenständer mit einer Schnur nach oben hochgezogen wird, was dann wiederum das Absteigen vom Moped als unmöglich erscheinen lässt. Unmöglich gibt's aber nicht. LX "organisiert" einen halben Felsbrocken und fortan bei einem Postenhalt muss immer LX den Stein aus dem Topcase nehmen und diesen unterlegen, damit Hunter vom Bike runter und an den Posten kann. Heinomohl! Das Oberbaselbieter Duo sollte für den Friedens-Nobelpreis (... oder so ...) nominiert werden.

Später dann wird der Stein ersetzt durch einen ziemlich dicken Ast (halber Baumstamm...), der glücklicherweise auch grad noch so ins Topcase passt.

Ansonsten treffen wir auf der Fahrt noch auf Frösche, Hirsche, Marder, Rehe und weiteres Getier. Keines will uns anspringen. Gott sei Dank! In der Nacht schliessen wir noch mit einer 3-er-Gruppe zusammen und dann geht die Post so richtig ab. Kurvenwedeln bei maximalem Tempo, wir blochen, fast wie in Trance, wie berauscht. So stellen wir an den Folgeposten dann fest, dass wir ziemlich vorne fahren (ca. 140 Mopeds waren am Start). Die Strecke kann unten noch genauer beaugapfelt werden. An einem Posten sind wir gar 5 Minuten vor Postenöffnung angekommen.

Punkt 11 Uhr am Sonntag fahren wir im Ziel ein. Ca. auf Position 25. Hätten wir keine Hoppalas erlitten... 

Jetzt wird nochmals verpflegt, auf den Erfolg angestossen und das temporäre Zuhause wieder angesteuert. Dort... eben... ein Bierchen. Nochmals hübsch machen und ein wenig aufs Ohr legen. Um 19.30 erhalten wir (einzige Gäste mit Nachtessen, da Küche am  Sonntagabend geschlossen) nochmals ein wunderbares Essen vorgesetzt. Danach aber zieht es uns definitiv in die Federn. Am Montagmorgen um 8 Morgenessen und danach die Rückfahrt in die Schweiz. Da wählen wir erst eine Strecke, welche zum Teil bereits gefahrene Abschnitte enthält. Schliesslich entern wir die A51 in Richtung Grenoble, über Annecy erreichen wir den Grenzübergang nach Genf. Dort Stau und über 30 Grad warm. Zu warm für LX um in der Kolonne zu stehen. Über die Lastwagenspur fahren wir ganz nach vorne und drängen uns dann wieder in die PW-Spur. Vielen Dank an dieser Stelle den unbekannten - aber verständnisvollen - Automobilisten.

Jetzt gilt es noch den Mittellandstau geschickt zu umfahren. Bei Yveron fahren wir in Richtung Neuenburg um dann hochzufahren nach La Chaux-de-Fonds. Saignelégier - Delsberg sind die nächsten Stationen. Beim Tankstop in Delsberg einigen wir uns darauf, im Brüggli, Büsserach eine feine Glacé zu schlecken sowie den Wasserverlust wieder auszugleichen. (Wir sind die ganze Strecke - abgesehen von Tankstops - durchgefahren.). Schliesslich noch kurvenreich über Fehren, Nunningen, Reigoldswil, Witschbgg nach Hause. Etwas über 700 Km kamen so nochmals zusammen - verteilt auf rund 13 Stunden. Ein paar Bilder sind life.

GPS Track Details
Track length: 854.6 km
Moving time: 19:58
Average speed: 42.79 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m