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03.05.2026 - Vogesen

2026 in den Vogesen 

Wir kurvten - auch um Baustellen.

Wir "durften" wieder einmal früh aus dem Bett steigen. RoadCaptain Skip bot auf - um 8 Uhr in die Bäckerei Kult am Voltaplatz in Basel. Trotzdem, oder genau deshalb fahren 8 Harleys vor. Die Temperaturen sind mild, wir sitzen draussen und geniessen die Sonnenstrahlen. Neben uns hantieren zwei ca. 10-jährige Mädels an ihren ebenfalls kultigen Velos rum. Da bemerkt eines dazu: «älter wärde het keini Vorteil». Aber hey! Wir kriegen uns fast nicht mehr ein...

Pünktlich, eine halbe Stunde später geht's los in Richtung Elsass. Erst mal dem Rhein nach Norden folgend um dann schliesslich in westlicher Richtung abzuwinkeln. Dann steuern wir den Znüni-Stop an in der Auberge de Ballon d'Alsace. Hier oben ist es zwar ein wenig frisch, der Weitblick aber entschädigt dafür und wir danken Vape für die geschmissene Runde!

Fortan geniessen wir wiederum geniale Kurven und erreichen schliesslich unseren Mittagsstop im Le Rhien in Ronchamp. Auf dem grossen Parkplatz sind viele Wohnmobile/Camper zugegen und im Restaurant selbst dann wohl auch deren Insassen. Den Altersschnitt haben wir nicht wirklich nach oben gedrückt. Wir wählen unsere Menüs und hoffen, dass wir auch erhalten, was wir bestellen. Funktioniert! Der französische Charme ist hier kombiniert mit einem ausgeklügelten Bestellmechanismus. Wir geniessen ein sehr feines Essen. Beim Bezahlen dann geht's etwas länger, da auch andere noch bezahlen möchten... LX macht die Sammelbezahlung und als er endlich beim Moped ankommt, brummen 7 Motoren bereits ungeduldig vor sich hin.

Keine 100 Km später - und immer wieder den Blick gen dunkler werdendem Himmel gerichtet - fahren wir über wunderbar gewundene Strassen in Neuwiller bei der Auberge ein, um uns mit feinen Desserts samt Kaffi fürs Durchhalten zu belohnen. Coupe Romanoff war die gängige Bestellung, aber auch andere Nettigkeiten fanden ihren Weg in die Bäuchlein und Bäuche.

Zum Romanoff gibt es noch diese Geschichte: 
Vor 106 Jahren liess Sowjetführer Lenin die Zarenfamilie Romanow exekutieren. In einem kargen Kellerzimmer in Jekaterinenburg erschossen die Bolschewisten die russische Monarchie. Mit dem Ende der Romanows nahm der Kommunismus endgültig seinen Lauf. Doch selbst im deutschsprachigen Raum ist der Name Romanow, oder auch Romanoff, noch immer präsent. In Geschichtsbüchern. Am häufigsten aber liest man den Namen in der Dessert-Karte. Zwei beliebte Desserts gehen auf die Zaren-Dynastie Romanow zurück. Da wären einerseits die Erdbeeren Romanow (mit Orangenlikör marinierte Erdbeeren auf Schlagrahm). Ein einfaches und verhältnismässig günstiges Dessert, dass sich Zar Alexander I oft wünschte. Seine Genügsamkeit und Sparsamkeit allerdings frustrierte den Hof-Koch Antoine Carème derart, dass er das Küchentuch schmiss und in eine Hofküche mit grösserem Budget weiterzog – jene des französischen Kaisers Napoleon.

Schliesslich verabschiedeten wir uns um auf unterschiedlichen Wegen das Heim anzusteuern. Den Gempen hoch sind noch nicht trockene Strassen zu befahren. Hier kam also Petrus's Gruss von oben an. Wir selbst aber blieben verschont. Die Bilder sind online...

Und übrigens. Wie immer: Unterhalb der Karte kann man "Weitere Track Informationen" anklicken um in der Folge die GPX-Datei herunter zu laden. Viel Spass beim "Nachfahren"! 

GPS Track Details
Track length: 354.9 km
Moving time: 5:57
Average speed: 59.61 km/h
Total ascent: 0 m
Total descent: 0 m