
Da die swiss500miles nicht stattfand, suchten wir etwas gröberes als Ersatz.
So kam es dann, dass Blade - so quasi als Dauerfahr-Newby - zu seiner ersten Challenge im Rahmen der Harley-Friends kam, begleitet von LX, bereits so etwas wie ein Dauerfahr-Oldie. Getroffen haben wir uns in Sissach um in der Folge Cabannes im Süden Frankreichs zu erreichen. Tags zuvor hatte Yves vom Lausanne Chapter noch angefragt, ob er mit uns fahren dürfe. Darf er natürlich. Schliesslich durften Blade und LX im Mai 2019 beim Lausanne Chapter den Kurs «Drive like a Pro» absolvieren. Es folgt die nicht sonderlich inspirierende Fahrt in den Süden, über die französische Autobahn. Ausserdem fahren wir in der Gegend von Orange in den obligaten Stau, mauscheln uns allerdings zwischen den Kolonnen durch. Bei grosser Hitze erreichen wir unser Hotel «La Goutadou» in Cabannes um gleich zu einem «Jump i the pool» anzusetzen. Das offerierte Bier danach schmeckt hervorragend. In einer Pizzeria unweit des Hotels holen wir uns das Nachtessen (Hotel ist B&B) und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Schliesslich müssen wir ja schon bald fit und munter sein.
Das Frühstück ist überwältigend. Eine solche Auswahl und erst noch alles frisch produziert, inkl. Fruchtsalat mit vielen verschiedenen Früchten, sucht man für gewöhlich vergeblich. Dann beginnt das warten, wobei die Zeit auf dem Dorfplatz wie im Fluge vergeht. Blade und ich erwerben noch eine Vorrichtung um Streckenbeschreibungen (auch nachts...) bestens ablesen zu können. Fix montiert, noch etwas verpflegt, Haftungsausschluss signiert und los kann es gehen. Wir werden grüppchenweise über den Start gelotst, wo wir auch noch den kirchlichen Segen (... das einzige Mal, wo wir nass wurden) erhalten. Dann geht es los, Yves fährt erst mal voran (er ist Wiederholungstäter) um sich dann bereits in Cabannes ein erstes Mal zu irren. Nur: Blade und LX folgen nicht nach, so ist der Zeitverlust marginal. Im Gegensatz zur Schweiz sind hier die Abschnitte relativ lang. Das kürzeste Teilstück weist 101 und das längste 209 Kilometer auf. Sieben Teilstücke sind insgesamt zu absolvieren. Die ganze Strecke zusammengehängt sieht dann in etwa so aus:
| Track length: | 1,012 km |
| Moving time: | 18:19 |
| Average speed: | 55.26 km/h |
| Total ascent: | 11083 m |
| Total descent: | 11083 m |
Nun, die Strecke mag etwas verwirren. Schliesslich überkreuzten wir immer mal wieder unsere bereits gefahrene Route. Das macht das Ganze nicht einfacher. Lädt man aber das File herunter und öffnet selbiges dann im Gpx-Viewer, dann wird's plausibel. Und, unsere verschiedenen Zusatzstrecken sind ausradiert. Insgesamt kamen wir auf mindestens 1046 Km, das Maximum hatte LX auf dem Tacho mit 1086 Km. Je nach Luftdruck im Reifen halt. Oder so. Auch der Zeitbedarf war zumindest bei uns etwas knapp bemessen. Dadurch, dass an den Posten immer mal wieder "interessante" Verpflegung geboten wurde, verweilten wir etwas länger. Und der immer wieder seine Uhr konsultierende Präsi vermochte seine Mitreiter auch nicht zur Eile zu bewegen. So kam es, dass wir rund eine halbe Stunde nach offiziellem Kontrollschluss, also nach rund 24 1/2 Stunden das Ziel, wiederum in Cabannes erreichten. Grosszügig, wie die Franzosen nun mal sind, spielte aber dies keine Rolle.
Der Rest ist dann schnell erzählt: Essen/Trinken (what else...), Pin und T-Shirt entgegennehmen, ein Sprung in den Pool und ab ins Chörbli. Schliesslich zeigte nun auch der in der Nacht immer wache LX Ermüdungserscheinungen. Und auch am Folgetag standen ja wiederum über 600 Kilometer auf dem Programm, zurück in die Schweiz. Es war ein eindrückliches Erlebnis mit der Erkenntnis, dass wir (offenbar...) über Leder-Hintern verfügen.
In der Fotogalerie kann das Ganze noch im Farbe betrachtet werden.