• header114.jpg
  • header111.jpg
  • header116.jpg
  • header131.jpg
  • header123.jpg
  • header133.jpg
  • header121.jpg
  • header118.jpg
  • header112.jpg
  • header124.jpg
  • header128.jpg
  • header125.jpg
  • header120.jpg
  • header117.jpg
  • header115.jpg
  • header119.jpg
  • header126.jpg
  • header135.jpg
  • header132.jpg
  • header129.jpg

30.8.-8.9.2014 – Faak zum X’ten

Faak- Dolomitenreise... und doch sollte es in diesem Jahr etwas anders werden. Zum einen durften wir in Sissach Rob, David und Susan aus Denver, Colorado begrüssen.

LX hatte Rob und Susan im August 2013 in Denver kennen gelernt und Werbung gemacht für «kurvenreiche Strecken». Und zum anderen gingen unsere Blicke öfters, wie auch schon, hoch zum Himmel. Doch dazu später mehr. Am Freitag bereits wurden die drei «American Guys» in Kloten abgeholt, nach Aesch kutschiert um die Bikes zu übernehmen um dann in der «Sonne» in Sissach Quartier zu beziehen. Für eine Nacht. Am Abend gab es ein feines Nachtessen, es wurde nicht allzu spät, denn am Morgen sollte nach dem gemeinsamen Frühstück schon bald einmal losgefahren werden. Immerhin standen knapp 400 Km auf dem Programm.
Die Schweiz queren wir, nun sind auch Roland und Rolle zur Gruppe gestossen, über die Autobahn (die Karte kann hier aufgerufen werden) und bevor wir in Österreich weiterfahren, tanken wir Kaffee auf einer Autobahnraststätte und montieren den Autobahnpickerl für Österreich. Auf der Weiterfahrt nach Bludenz überholen uns 27 Ferraris, der LX kippt beinahe aus dem Sattel. Die Silvretta-Hochalpenstrasse beschert uns erstmals eine Kurvenorgie. Jetzt wissen unsere Amerikanischen Freunde, was Kurven sind. Mittagessen gibt es im Berggasthof Piz Buin beim Silvretta-Stausee. Anschliessend geht’s wieder hinunter, über Ischgl in Richtung Landeck, wo wir in südlicher Richtung über Sölden unser Tagesziel in Obergurgl, das Vitalhotel Mühle erreichen. In Sölden treffen wir auf viele Radsportbegeisterte, da am Folgetag ein Radmarathon angesagt ist.
Am Sonntag müssen wir früh raus! Es warten 340 Kilometer auf uns. Vor 10 Uhr müssen wir Sterzing passieren, da wir sonst auf abgesperrten Strassen feststecken. Gleich hinter dem Hotel beginnt der Aufstieg zum Timmelsjoch (2474 M.ü.M.), die Abfahrt nach St. Lorenzen und neuerlich hoch über den Jaufen (2094 M.ü.M.), bevor wir in Sterzing – noch rechtzeitig – einfahren. Eine zügige Fahrt war das, bei zum Teil etwas dichterem Nebel. Mehr dazu und zu vielem anderen ist in der Fotogalerie zu entdecken. In Sterzing wird auch getankt, da Roland schon auf dem Jaufen «Reserve» moniert hatte und in der Folge so ziemlich ins Schwitzen kam. Über Bruneck erreichen wir Heinfels, wo wir den Blinker rechts stellen und ins Lesachtal einfahren. Meinte ich es nur, oder hörte ich im Lesachtal den einen oder anderen Juchitzer? Unglaublich kurvenreich, wenig Verkehr, dafür doch einige Schlaglöcher, welche es mit schnellen Reflexen zu umfahren galt. In Sankt Lorenzen speisen wir gediegen. Wir fahren weiter und erreichen den Faaker See, wo wir nur mal kurz anhalten, bevor wir Rob, Susan und David ins Sonnenhotel am Hafnersee begleiten. Unsere Fahrt endet im Seewirt am Wörthersee, wo wir 4 Nächte verbringen werden.
Hinzu stiessen am Wörthersee noch Beat und Nicole sowie zwei Freunde von ihnen.
Nach einem Regen-Hoteltag und nach zwei Tagen am Event heisst es am Donnerstagvormittag schon wieder Abschied nehmen von Kärnten. Rund 270 Kilometer warten heute und die Strecke – so noch nie gefahren – bietet einige Leckerbissen. Über den Wurzenpass (1073 M.ü.M.) fahren wir nach Podkoren und drehen nach Rechts ab in Richtung Tarvisio. Die Rutte Piccolo ist ein veritabler Geheimtip! Nach dem Lago Predil drehen wir ab nach Slovenien und erreichen über die 203 Bovec. Hinter Zaga steuern wir die Harleys wieder zur italienischen Grenze wo die Reise über die SR646 (Prädikat sehr empfehlenswert!) fortgesetzt wird. Nach Maniago beginnt eine Waldpassage mit Kurven ohne Ende. Das Guldental lässt grüssen. Die Via Piave - SP63! Am Lago di Barcis machen wir Pause bevor es nicht minder kurvenreich Richtung Budoia geht, um schliesslich Conegliano mit unserem Hotel HCC zu erreichen. Ganz, ganz viele Kurven, den ganzen Tag über und so nicht erwartet...
Am Freitag warten moderate 240 Kilometer auf uns. Wir folgen dem Fiume Piave nach Feltre um dann in südlicher Richtung auf die kurvige SP148 zum Monte Grappa einzubiegen. Landschaftlich werden wir mit vielen Leckerbissen verwöhnt. Über Bassano del Grappa kommen wir zur Via Monte Ortigara, ebenfalls ein Kuvengewimmel. Über Arsiero finden wir nach Rovereto. Das Hotel Rovereto liegt mitten in der Stadt und die Auswahl an Restaurants ist entsprechend. So landen wir an einer Top-Adresse, dem Il Doge.
Am Samstag werden 250 Kilometer aufgetischt. Die Umrundung des Gardasees steht auf dem Programm. Bei schönstem Wetter, versteht sich. Nach Mori biegen wir auf die Kuvenstrasse SP3 ein und fahren am Monte Baldo vorbei. Südliche Umrundung des Gardasees mit einem äusserst gediegenen Stop im Grand Hotel Gardone, direkt am See. Entlang des Sees hat es sehr viel (Wochenend-)Verkehr und auf dem See tummeln sich unzählige Wassersportler. Wegen des sehr lebhaften Wochenendbetriebs lassen wir den Besuch in Sirmione aus. So biegen wir ab auf die SP38 und können uns wieder über kurviges Geläuf freuen, bevor wir dann den See in nördlicher Richtung nach Molveno verlassen. Hier werden die Bikes untergestellt und kurze Zeit später beginnt es zu regnen. Glück gehabt, nicht das erste Mal auf dieser Tour. Auf der Hotelterrasse des Ariston geniessen wir den Apéro mit prächtigem Ausblick auf eine tolle Berglandschaft und schönsten Seen.
Knapp 250 Kilometer sind es wiederum von Molveno nach Davos. Heute kommen auch wieder Pässe zum Tragen. Von 300 M.ü.M. auf über 2757 M.ü.M. ist das Motto. Nördlich nach Clés, dann über die SS42 zum Passo Tonale (1884 M.ü.M.), welcher das Trentino mit der Provinz Brescia verbindet. Den Gaviapass (2621 M.ü.M.), mit dem obligaten Bänkli-Foto auf dem Scheitelpunkt queren wir um Bormio zu erreichen. Dann wieder hoch zum Stilfserjoch (2757 M.ü.M.) und rüber in die Schweiz über den Umbrail (2503 M.ü.M.). In Santa Maria ein kurzer Halt bevor es über den Ofenpass (2149 M.ü.M.) und den Flüelapass (2383 M.ü.M.) nach Davos zum Alpenhof Davos weiter geht. Das Wetter auf der Tour = ein Traum!
Die letzte Etappe, mit 328 Kilometer nicht die kürzeste, müssen wir abkürzen. Erst einmal überwanden wir auf der Fahrt den Oberalppass (2074 M.ü.M.). Der Sustenpass (2224 M.ü.M.) bleibt uns in Erinnerung, weil wir uns auf der Fahrt von einer Lady auf einer Sporty schlicht abhängen liessen. OK, Sicherheitslinien und Tempolimiten waren ihr unbekannt und Gepäck hatte sie auch nicht an Bord. Trotzdem, es war beeindruckend, ihr zuzusehen, wie sie wie an der Schnur gezogen den Pass hoch heizte. Als letztes Highlight folgte der Brünig (1008 M.ü.M.). Dort genehmigten wir uns einen und stiessen hinunter in Richtung Giswil. Da setzte Regenwetter ein und wir beschlossen, die Tour über die Autobahn bis nach Sissach fortzusetzen. Der Kreis schloss sich bei einem Dessert in unserer Stammbeiz. Schön war’s und vor allem: Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Über Faak 2014 wurde in der Folge geschrieben, dass es der „feuchteste“ Event der Geschichte der European Bike Week war. Uns hat es nur am Rande gestört… Lohnen könnte sich noch der Blick in die Fotogalerie.