Nun ist es genau einen Monat her, seit wir nach Sardinien gefahren sind. Vor zwei Wochen sind wir wieder in die Schweiz zurück gekehrt. Und nun also schon der Final Ride-Out? Etwas Wehmut kommt schon hoch beim Schreiben dieser Zeilen.
Aber zu gerne erinnern wir uns noch an den letztjährigen November, als wir noch die eine oder andere Ausfahrt aufgrund der sehr milden Temperaturen anhängen konnten. Das Ziel: Die Vogesen. Warum die Vogesen? Ich war erst mit dem Velo dort - noch nicht mit der Harley. Statt Final Ride-Out hätte man die Tour auch umtaufen können in die «Nummern-Tour». Als wir uns in Birsfelden treffen, erblicke ich den Vicepresident Rolli mit einer Nummer umgebunden und jene am Mietbike abgedeckt. Der Grund: Vollkaskoversicherung über die U-Nummer. Und weiter: Der Dölf bemerkt, dass er gar keine Nummer am Bike hat, und so kam es, dass er sich fluggs auf den Weg nach Fehren und wieder zurück nach Blätzbumms machte. In der Zwischenzeit wird der Dyna-Kracher à la Erbacher mit wohlfrisierten 1750 ccm zur Probe gefahren und ein Kaffé getrunken. Mit etwelcher Verspätung geht's los: Über Blotzheim, Koetzingue und Bruebach - Mulhouse lassen wir links liegen, finden wir uns in Cernay wieder und starten zur Kurvenorgie auf den Grand Ballon, wo ein Foto- und Bruntzstop folgt. Der Blick über das Nebelmeer ist nach ziemlich herbstlicher Anfahrt einfach herrlich. In Schattenlagen finden sich noch Schneereste und auf der Strasse stäubt das Salz. Schon jetzt ist klar: In den nächsten zwei Tagen muss noch das Moped geputzt werden, soll der ganze Chrom nicht vor die Hunde gehen! Nach le Markstein erreichen wir la Bresse und schliesslich Gérardmer, wo wir erst noch den See umrunden, bevor das Mittagessen verpflegt werden kann. Vier mal Pizza, einmal Rindfleisch so die Menüs welche munden. Dazu genehmigen unsere beiden beifahrenden Damen einen (kleinen) Schluck Rotwein, derweil die Herren der Schöpfung auf den Alkohol verzichten. Über Xonrupt-Longemer erreichen wir nach einigen Kurven nochmals la Bresse. Es folgt der Col de Bramont. Bei Fellering passiert mir ein Missgeschick: Den Rechtsabbieger nach Bussang, um anschliessend den Ballon d'Alsace zu befahren verpasse ich. Rolli hat zwar gesagt, dass er sein Bike spätestens um 1730 Uhr retour bringen muss, aber diese Schlaufe wollten wir eigentlich noch fahren. Jetzt wird's aber etwas öde: Auf direktem Weg geht's nach Thann und schliesslich über die Autobahn via Mulhouse wieder zurück in die Schweiz. Mit der Zeitumstellung wird's auch wieder früher Nacht und damit sinken die Temperaturen rasch. So sind wir alle schliesslich doch noch froh, gesund, zufrieden und nicht allzu spät wieder in heimischen Gefilden zu sein. Nun freuen wir uns bereits auf den nächsten Freitag auf's Friends-Meeting in der Waage in Reinach. Die Fottelis zum Beitrag findet man in der Bildergalerie. Ein spezieller Dank einmal mehr an die unerschrockene «Live-Fotografin» Susi!