Der Summer-Run schlechthin führt uns in die Südschweiz. Der heisse Sommer sollte sich ein wenig abkühlen - ausgerechnet dann, wenn wir wieder mal mehrtägig unterwegs sein wollen. Jänu, das Regenzeugs war schnell verpackt und, soviel sei schon mal verraten, es konnte auch bleiben, wo es war! Soooo guet!
Die European H.O.G.-Rallye in Lugano war das Ziel. Es wurde anvisiert von Beat/Gina, Tommy/Evelyn und LX/Susi. Letztere starteten bereits am Donnerstagabend über die Jurahügel, via A2 nach Göschenen mit dem Ziel Activ Hotel Kronen in Andermatt. Dort war ein Tisch reserviert und trotz fortgeschrittener Uhrzeit wurde ein hervorragendes Menü serviert. Da der Küchenchef bereits auf dem Ohr lag, drohte das Dessert ins Wasser zu fallen. LX liess die Löffel hängen, was das Service-Personal dermassen beeindruckte, dass flugs der Küchenschurz montiert und etwas Feines zubereitet wurde. Der Abend war gerettet…
Am Morgen liess man es gemütlich angehen in den Bergen. Tommy und Beat jedoch schwangen sich früh in die Sättel, mit dem Ziel, ebenfalls über die A2 (und über den Gotthard-Pass) das Tagesziel Hotel Serpiano zu erreichen. LX und Susi befuhren den Oberalp- und der Lukmanier-Pass. In Bellinzona suchten sie den Schatten und wählten anschliessend ebenfalls die Direttissima nach Serpiano. Dort treffen wir uns alle zu einem Bierchen, bevor es dann gegen Abend galt, sich ins Getümmel nach Lugano zu stürzen. Viel Harley, viel heiss, viel Volk, lange Shopping-Meile, das alles wollten wir geniessen. Mehr dazu in der Fotogalerie. Nicht allzu spät pötterten wir wieder auf unseren Hügel und genossen, kaum richtig im Hotel angekommen, eine gewittrige Gratis-Show.
Der Samstag begann gemächlich mit Frühstück bei prächtigster Aussicht über den Lago di Lugano. Als Anfahrtsweg nach Lugano wählten wir Porto Ceresio und Ponte Tresa als Wegpunkte aus. Das prächtige Wetter führte dazu, dass auch noch andere Verkehrsteilnehmer unterwegs waren (…). Und heiss war es auch an diesem Tag wieder obendrein. In Lugano angekommen beschlossen wir bei einem Café im «Vanini», den Event getrennt zu besuchen, damit auch je nach Geschmack mal länger, oder kürzer verweilt werden konnte. Treffpunkt war dann wieder der kühlende Brunnen, wo wir auch noch den Rolli, unser Mitgründungsmitglied trafen.
Im späteren Nachmittag machten wir uns wieder auf zum Pool und schon bald stand ein gediegenes Essen auf dem Programm. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel bedrohlich und schon bald wurde alles, was nicht niet- und nagelfest war mittels generalstabsmässigen Einsatzes ins Hotelinnere verfrachtet. Ein wahrer Gewittersturm zog über die Bleibe und wir waren froh, ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Die folgende Nacht war dann nicht eben zum Durchschlafen gedacht und so waren auch nicht alle wirklich gut ausgeschlafen, als es hiess, von Serpiano Abschied zu nehmen. Auch LX war noch etwas schläfrig, denn nur so war zu erklären, weshalb er die Ausfahrt Airolo einfach «übersah» und den Gotthard-Durchstich wählte. Nicht mal er selber wusste wahrscheinlich, weshalb. Es kostete eine Runde im Restaurant «La Spelonca» im Hotel Zum Weissen Rössli in Göschenen. Die Bedienung macht übrigens dem Namen alle Ehre. Fazit: nicht empfehlenswert.
Nun entschieden sich Beat/Gina für den direkten Weg zurück nach Muttenz und Tommy und LX mit Sozias wollten noch eine Meringue, natürlich in Meiringen! Damit das klappt, musste noch der Furka- und der Grimselpass bewältigt werden. Eine wunderschöne Bergregion, einfach genial, unsere Schweiz! Nun, das Dessert rundete unsere Reise zumindest kulinarisch ab. Auf den Harleys stand noch die Fahrt entlang des Brienzer- und des Thunersees bevor. Die drei Tage bleiben in Erinnerung als warme, kulinarisch angenehme, visuell interessante und kurvenmässig gute Tour. Zu den Bildern findest du hier.