250 Km, 6 Aktiv- und 2 Passivmember, 2 Pässe, 4 Verpflegungsstätten, einige Liter Benzin, 1-2 mm Gummi, vorwiegend an den Pneuseiten, Energie an den Heizgriffen. Dies sind rudimentär zusammengefasst die Fakten der Tour.
Etwas softer zusammengefasst: Sechs Jungs und zwei Mädels hatten zusammen riesig Spass. Für die Tour mussten sich entschuldigen: Heiri (kurzfristiger Terminkonflikt), Beat (@work), Jérôme (krank) und Tommy (rekonvaleszent). Letzterer liess es sich allerdings nicht nehmen, am Treffpunkt «Sonne» Sissach um 9 Uhr höchstpersönlich zu erscheinen und auch gleich noch eine Runde zu schmeissen. Eine super-extraordinäre Geste, welche auch an dieser Stelle nochmals herzlich verdankt sei! Um 9.30 Uhr starteten wir unsere Brummer in Richtung Zeglingen - Trimbach. Bei kühlen Temperaturen, fürwahr. Und trotzdem liess es sich Rolle nicht nehmen, mit offenem Helm und ohne gesichtsverhüllende Tücher zu fahren. Hart im Nehmen halt. LX sprang als Roady ein und führte nebst Rolle auch Max, Fronk (mit Carmen), Pirat (mit Gina) und René sicher über die Route. Oder durch den Nebel. Ein erster Aufwärmhalt genehmigten wir uns im Bergrestaurant Fritzenfluh. Auf der Weiterfahrt keimte immer mal wieder die Hoffnung auf einen Licht-, respektive Himmelblick. Allein, erst am Ziel, auf dem «Schallenberg» erblickten wir das sehnlichst erwartete Blau. Eigentlich wollen wir «indoor» verpflegen. Da aber auch andere dieselbe Idee hatten, mussten wir mit einem im Windschatten gelegenen Aussenposten vorlieb nehmen. Stellte sich aber als gute Variante heraus, da die Sonne noch immer recht viel Kraft hatte und wir achtgeben mussten, damit unsere zum Teil etwas lichteren Köpfe nicht versengt wurden. Nach ausgedehnter Mittagspause tauchten wir wieder hinunter, Richtung Thun und unter die Nebelgrenze. Auf einer sorgfältig ausgewählten, interessanten Strecke blieb uns aber bis an die Jurasüdfussgrenze jeglicher Weitblick verwehrt. Dann aber, kurz vor Oensingen herrschte sonnige Freude für den Rest des Tages und wir genossen den Run hoch zum «Alpenblick» auf dem Passwang. Hier folgte noch der Kaffee mit Dessert zulasten der Vereinskasse. Schmeckte also doppelt gut. Nach dem Gruppenfoto folgte der letzte Teil der Tour: Beim Neuhüsli wird der Blinker rechts gesetzt um über ein feldwaldundwiesen - Strässchen Nunningen anzusteuern. Und schliesslich blinken wir nochmals in Waldegg, rechts gegen Himmelried, um abermals auf einem 3.-Klasse-Strässchen Seewen zu erreichen. Kurz vor Aesch, unter der Ruine Angenstein halten wir, um uns voneinander zu verabschieden. Für die meisten geht’s dann direttissima nach Hause und für Max und den Schreiberling wieder zurück über Seewen, Bretzwil, Reigoldswil, Oberdorf und Diegten nach Sissach. In die «Sonne» und damit zurück an den Start. Denn mittlerweile war es etwas dunkel geworden. Eine schöne Saisonschlussfahrt, wahrhaftig. Mit einem sentimentalen Beigeschmack zum Schluss. Schliesslich haben wir nun den offiziellen Ausfahrten-Kalender des Jahres 2011 geschlossen und müssen uns bis zur Eröffnungsfahrt, irgendwann im April 2012, gedulden. Von jetzt an dürfen somit die Kalenderblätter (aus Bikers Sicht) ruhig etwas schneller fallen. Fotos sind diesmal von Unterwegs keine zu finden. Sei es, dass es einfach zu neblig war, oder sei es, dass den Fotografinnen der Fotoapparat fehlte, oder dass sie überhaupt fehlten auf dem Run. «Standfotos» finden sich in der Galerie.