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09./10.06.2012 - swiss500miles

500 Miles of SwitzerlandDie Teilnehmerzahl konnten wir erheblich steigern. Prozentmässig. Vor Jahresfrist standen Tommy, Beat und LX am Start. In diesem Jahr kam noch Rolle dazu. Die Vorbereitungsarbeiten bei den drei Erstgenannten hielten sich in Grenzen, Rolle hüllte sich in Schweigen.

Auch gab’s keine schlaflosen Nächte im Vorfeld und dass der Schlafsack in diesem Jahr zuhause blieb, war ebenfalls schon weit im voraus klar. Einen kleinen Wunsch hatten wir. Es möge doch nicht das selbe Wetter herrschen, wie im 2011. Unser Wunsch war dem Petrus Befehl und so kam es halt, wie es kam: Es war deutlich mieser noch! Kommen wir zum eigentlichen Run:
Treffpunkt war auf dem Parkplatz bei der Autobahnauffahrt Rheinfelden. Von dort ging’s zügig zum Harley-Heaven in Dietikon, wo das Einschreiben und Unterschreiben des Haftungsausschlusses vom juristischen Standpunkt her gesehen das Wichtigste war. Das Package mit T-Shirt, Red-Bull àla Migros, Schleckzeugs, Kulli und Feuerzeug (wohl für jene, welche die Beleuchtung zuhause liegen liessen), wird entgegen genommen, die Auslagen im Geschäft beaugapfelt und das vorläufig letzte «Bisi» gespühlt. Dann geht’s los auf den Prolog über den See nach Nänikon, wo der ultimative Start zur ultimativen Rallye in der Schweiz erfolgt. Die Tour kann optisch hier vor Augen geführt werden, weshalb nun nur noch die Highlights folgen:
Beat mimte den Road Captain! Er tat das gleich vom Prolog bis ins Ziel. Und das, das sei hier explizit erwähnt, in herausragender Manier. Bei den nur 3 «Verfahrern» kamen höchstens total 2 Km zusammen und auch wenn die Gruppe mal seinem Tempo nicht in der Lage war zu folgen, sammelte er diese flugs wieder ein. So gings dann los in flottem Tempo. Auch hier fanden wir den guten Mix. An den Posten drängte LX jeweils darauf, doch ein Reserve-Pölsterchen zur Seite zu schaffen, währenddem der Rest der Gruppe darauf hinwies, dass auch Päuschen wichtig sind und die Aufnahme von Flüssigem und von Festem nicht zu vernachlässigen ist. Zum Nachtessen fuhren wir vor beim Restaurant «St. Anton» auf der Oberegg. Der Zeitpunkt war gut gewählt. Kurz nach 20 Uhr wurde bestellt und als wir uns wieder verabschiedeten streiften wir uns sogleich das Regenzeugs über. Abstreifen war erst wieder in Sörenberg angezeigt – dazwischen leistete es uns für ca. 10 Stunden gute Dienste.
Gestärkt also starteten wir in die lange, feuchte Nacht. Der Lukmanier bei Nacht und Regen ist schon eine starke Erfahrung. So legten wir in der Osteria alla Birreria in Faido einen etwas längeren Halt ein. Nach Verlassen der Osteria konnten wir die Nachtbeleuchtung weglassen, es dämmerte so langsam. Mit der Entgegennahme des nächsten Streckenblattes erfahren wir, dass der Nufenen das nächsthöhere der Gefühle sein soll. Auf dem Nufenen gab’s dann anstelle von Nacht und Regen zäher Nebel und leichter Schneefall. Brrrrr…. saukalt war’s obendrein. So schenkten wir uns das Passfoto und fuhren so schnell wie es ging wieder den Berg hinunter. Auf dem Teilabschnitt 10 warteten zwei weitere Test’s auf uns: Zum einen war der Grimsel bei identischen Bedingungen wie auf dem Nufenen zu bewältigen und dann musste der Susten so quasi als Stichstrasse gefahren werden. Ab Innertkirchen kamen einem also immer mal wieder Harleyaner entgegen, die schon oben waren. Ein harter Test für die Psyche (wenn ich nur auch schon wieder am Runterpöttern wäre…). Aufbauend natürlich in der Folge unsere Abfahrt. Nun waren wir jene, welche die Hochfahrenden mit einem breiten Grinsen im Gesicht (unter dem Halstuch versteckt natürlich) zur Kenntnis nahmen.
Weiter geht’s jetzt in Richtung Brünig und schon beginnt sich die Sonne zu zeigen. Die Stimmung steigt enorm und das Ziel rückt mit Riesenschritten näher. Nun geniessen wir die Vorfreude auf die Einfahrt in Bremgarten. Dort erwartet uns ein Fest mit feinem Mittagessen und Live-Mucke. Was folgt ist der auch nicht einfache letzte Test der Durchhalteübung, die Nachhausefahrt. Mit dem Pin im Sack stellt sich eine gewisse Gelassenheit und auch ein klein wenig Stolz auf die Leistung ein, und trotzdem müssen die Sinne noch auf die verbleibenden Kilometer zurück ins Baselbiet konzentriert werden.
Leute, das war super! Noch während der Prüfung kamen das eine oder andere Mal Gedanken hoch: Weshalb nur tue ich mir das an? Aber schon kurz nach der Zieldurchfahrt stellte sich die Frage: Wer kommt den im nächsten Jahr zu uns vieren hinzu? Wir freuen uns. Und natürlich wollen wir den Run auch mal bei niederschlagsfreiem Wetter absolvieren. Hier geht's zur Fotogalerie. Weiter hat die Zürichsee-Zeitung berichtet. Eine ganze Seite findest Du hier. Und dann….? CU in 2013!
Übrigens: Angemeldet hatten sich 513 aus 8 Nationen. Gestartet waren 450. Davon haben noch 374 den Run beendet. Deren 41 zum 5. Mal.