Anlässlich unserer Januar-GV machte uns unser RoadCaptain und «Head of Touroperator» gluschdig auf einen coolen 6-Täger. Frankreich sollte erneut besucht werden und von der Idee liessen sich Reni, Tess, Bison, Iceman, Bird, Vape, LX und Hike begeistern.
Am Montag treffen wir uns in Lausen beim Bangerter um in der Folge einen Teil unserer Reise, vorerst auf Schweizerboden auf der Autobahn zu absolvieren. Dickflüssiger Verkehr an den üblichen Stellen inklusive. Entlang des Neuenburgersees zieht es Skip, Bird, Vape und Iceman zum Kaffeestopp an den See, derweil die Übrigen weiter dem gpx-Track folgten und um einiges früher beim Mittagshalt ankommen. Selbiger zieht sich dann sehr in die Länge, der Service im «La Fruitière» in Les Rousses war mit den vielen Gästen überfordert. Das Essen aber fein.
Unterwegs will dann plötzlich Bisons Moped kein Gas mehr geben. Anhalten, gut zureden, beten und ein tiefer Blick in den Scheinwerfer verhelfen aber wieder zur alten Frische und wir erreichen über bereits am ersten Tag schöne Strecken unser Hotel «Acquabella», wo just beim Auspacken sanfter Regen erfrischt. Am Vorabend haben wir noch erfahren, dass die Küche geschlossen bleibt, wir extern (in 20 Min Fussmarsch Entfernung) verpflegen müssen. Im «Les Belles Rives» werden wir aber prima verpflegt. Die Rückfahrt ins Hotel verdient sich LX indem er den verloren geglaubten Handschuh von Iceman in einer Blumenkiste wieder findet. Alle andern helfen sich mit den Gedanken, etwas Gutes für die Gesundheit getan zu haben.
| Track length: | 337.8 km |
| Moving time: | 5:39 |
| Average speed: | 59.75 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Der Dienstag begrüsst uns mit Feuchtigkeit. Von oben und von unten bleibt es nass bis ca. um 11 Uhr, als wir anhalten mussten, um eine neue Route zu finden, da die Strasse gesperrt war. Vorübergehend übernimmt Bird – auch ein erfahrener Tour-Guide – bis dann das Garmin von Skip ebenfalls wieder den Rank findet. Ein erstes Mal geniessen wir unglaublich schöne, schmale Strassen im Nationalpark Vercors. Unterwegs wollen wir die Grotte von Choranche besuchen. Da es aber nur als geführte Gruppe geht und der nächste Tourguide erst um 14 Uhr wieder (eine Stunde…) Zeit hätte für uns, rücken wir vor zum Mittagshalt. Unter überhängenden Felsen und durch kleine Tunnels bahnt sich unsere Gruppe ihren Weg bis zum Mittagshalt in Pont-en-Royans im «Musée de l’Eau», wo ein feines Essen auf uns wartet. Das kann uns ein Ohrengrübler im Salat nicht vermiesen. Aussergewöhnliche Landschaften und prächtige Aussichtspunkte – inklusive Beobachtung eines Steinadlers – sorgen für unvergessliche Augenblicke. Unterwegs dann noch ein Idiot im Wohnmobil mit Hänger und einer Kawa drauf. Beim Überholen gibt selbiger Vollgas, da er es offenbar nicht verkraftet, wenn ihn Harleys überholen. So kommt es vor Kurven zu teilweise brenzligen Situationen. Sein Verhalten hätten wir ja einordnen können, wäre er selbst nicht Motorradfahrer. War er ja eben nicht – Hängerfahrer!
Am Abend erreichen wir unser nächstes Hotel, ca. 80 Km nördlich Avignon. Dort ist die Nähe des Mittelmeers spürbar und der Mistral wärmt zügig. Im «Prés du Moulin» gibt es einen Pool, wir bevorzugen allerdings den Apéro im schönen Park. Das Nachtessen war ein Gedicht.
| Track length: | 298.7 km |
| Moving time: | 5:01 |
| Average speed: | 59.41 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Am Mittwoch begeistert uns die Fahrt durch den Nationalpark der Cevennen. Selbigen hatten auch drei Friends im Jahr 2021 auf ihrer Fahrt auf den 999 Km in Südfrankreich kennen und bewundern gelernt. Bei Tage betrachtet kommt diese Gegend aber noch viel, viel schöner daher. Um diese Jahreszeit alles in saftigstem Grün. Schroffe Felswände wechseln mit blumigen Hochplateaus. Gewürzt wird das Ganze mit kurvigen Strassen und Strässchen. Immer wieder fallen unsere Blicke steil und tief zu Flüssen hinunter, welche sich über Jahrtausende ihren Weg in die Felsen gegraben haben. Schöne Strassen und Strässchen führen zum Mittagessen im «Le Chalet» in Genolhac. Rein von der Umgebung her, erwarteten wir bei unserer Ankunft nicht die hohe Gastronomie. Das Essen jedenfalls (Kreolisch) war fein, der Service freundlich. Das stille Örtchen wiederum erinnerte an längst vergangene Zeiten. Gut, wenn man nicht müssen muss. Die Fortsetzung der Tour weckte aber wiederum Begeisterung. Insbesondere fallen die vielen gelb und violett blühende Pflanzen auf. Es handelt sich dabei vermutlich um Ginster und um wilden Thymian. Und eine spezielle Übernachtung erwartete uns obendrein in der «Domaine de Blancardy» in Moulès-et-Baucels. Die Küche offiziell am Mittwoch geschlossen, aber der Chef himselfe fand eine wunderbare Lösung. Erst servierte er uns einen ausgezeichneten Weisswein zum Apéro, welcher mit feinsten Häppchen, welche Bison/Tess von der Farnsburg mitbrachten begleitet wurde. Herzlichen Dank dafür nach Ormalingen! Für das Abendessen wurde dann die Frau Mamma eingespannt, welche uns sehr verwöhnte. Das Bad im Pool liessen wir sausen, da das Wasser wohl noch etwas Aufbereitung erfordert, bevor der Sprung ins kühle Nass gewagt werden kann. In grosszügigen Zimmern lauschten wir dem Gesäusel des Mistrals und träumten von weiteren Höhepunkten am nächsten Morgen.
| Track length: | 280.0 km |
| Moving time: | 4:45 |
| Average speed: | 58.83 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Am Donnerstagmorgen begrüsst uns einmal mehr die Sonne. Zuhause in der Nordwestschweiz prasselt Starkregen, gemischt mit Gewittern über das Land. Auch heute fahren wir im Perimeter des Nationalparks der Cevennen. Wiederum begeistern uns die frische, grüne Natur, kurviges Geläuf, einsame Strassen und am Nachmittag ziemlich warmes Wetter, nachdem es am Vormittag auf den Hügeln noch bis auf 8.5 Grad herunterkühlte. Der Mittagshalt im «Le Diapason» in Creissels gestaltet sich auf einem höheren, kulinarischen Level. Wir geniessen und streben in Richtung Tagesziel, das «Hôtel de France» in Mende. Man schien dort von unserer Ankunft leicht überrascht, die Zimmer hatten eine Temperatur von knapp 19 Grad und es dauerte ein Weilchen, bis die Klimaanlage auf «angenehm» hochgewärmt hatte. Vor dem wunderbaren Abendessen müssen wir noch zur Kenntnis nehmen, dass nicht alle den Tag gut überstanden haben. So kämpfte einer mit Fieber, ein anderer hustet und auch das französische Essen ist nicht allen gleichermassen gut bekommen. Es erstaunt nicht, dass die Tafel früher, wie gewohnt aufgehoben und das Chörbli heimgesucht wird.
| Track length: | 211.8 km |
| Moving time: | 3:34 |
| Average speed: | 59.11 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Freitags – wiederum bei schönem, aber kühlen Wetter – starten wir unsere zügig gefahrene Route in nördlicher Richtung. Heute reicht es gar für einen Kaffé-Halt in einer kultigen Bar. Am Mittag kehren wir ein ins «L’Art Home». Eine formidable Adresse und kurzfristig auch für unsere Krankenabteilung eine wohltuende Lokation. Das Essen fein, die Bedienung freundlich, hübsch, eifrig, rassig… Was will man(n) mehr. Beim Abräumen will LX partout nicht seinen Teller weitergeben, bloss damit er nochmals ein Auge voll nehmen kann. Schliesslich isst das Auge mit. Zügig fahren wir die nachmittägliche Strecke, vorbei an St. Etienne nach Châtillon-sur-Chalaronne wo wir unser letztes Hotel auf dieser Reise, das «Hôtel de la Tour» ansteuern. Mitten in der Stadt und die Bikes parken elegant direkt vor dem Hotel. Das Hotel selbst ist sehr stylisch gebaut, mit Natursteinen und dicken Balken. Zum Abendessen verschoben wir zu Fuss in wenigen Minuten zum «L’Okavango» wo wir erneut prima verpflegen konnten. Die letzte Nacht in Frankreich brachte uns am Morgen erneut sonnendurchflutete Morgenstunden.
| Track length: | 278.1 km |
| Moving time: | 4:39 |
| Average speed: | 59.72 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Der Samstag wurde noch als gesamtes Team in Angriff genommen. Der französische und der schweizer Jura eignen sich bestens zum Harleyfahren, wenngleich, zumindest am Vormittag auf ziemlich geraden Strassen bis Pontarlier eher zügiges Geradeausfahren Trumpf waren. Im «Buffalo Grill» verpflegten wir auf amerikanische Art und Weise, die Burger, die Spareribs etc. schmeckten. Und die Bisons vor dem Haus haben es Bison und Tess ganz speziell angetan. Schön anzuschauen in der Reise-Fotogalerie. Bald nach der Mittagspause, diese gestaltete sich etwas länger, da der Service etwas gar viel Zeit in Anspruch nahm, queren wir die Schweizergrenze bei Le Locle. Da sich der Verkehr staute, nahmen wir die leere Spur der Frontarliers, was wiederum die Grenzwächter nicht kümmerte. Gut so! Bei Sonceboz verabschiedet sich LX, ziemlich geschwächt von der Gruppe und wählt die Autobahn für den schnellsten Weg nach Hause, wo rassig retabliert und die heimische Koje aufgesucht wird. Die Gruppe Skip liess es sich nicht nehmen, den Pierre Pertuis zu befahren und in der Folge das beschauliche Gänsbrunnental zu geniessen. Das Ziel, der Leue Waldenburg erreicht die Gruppe am späten Nachmittag, lässt nochmals die Reise Revue passieren und verabschiedet sich in Richtung heimische Garage. Eine eindrückliche Reise mit landschaftlichen und kulinarischen Highlights verdanken wir unserem RoadCaptain Skip. Danke auch an dieser Stelle für die arbeitsintensive Vorbereitung. Und natürlich sämtlichen Knipsern und Filmern.
| Track length: | 319.4 km |
| Moving time: | 5:20 |
| Average speed: | 59.72 km/h |
| Total ascent: | 0 m |
| Total descent: | 0 m |
Und unser Profi «Bird» hat dies alles für uns noch speziell zusammengestellt: