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16.-21.09.2024 - Frankreich

Was für eine kluge (Datums-)-Wahl! Was für wunderbare Strecken! Was für eine kulinarische Woche!

Früh allerdings müssen die Oberbaselbieter aus den Federn. Treffpunkt Grellinger, Therwil bereits um 8 Uhr, Abfahrt eine halbe Stunde sowie ein Kaffi/Gipfeli später. Versammeln tun sich RoadCaptain Skip mit Reni auf dem Sozius, der Präsi mit (Hauptfotografin) Susi im Rücken, Vize-Präsi Hike sowie Blade, Bison, Iceman und Tess. Also gleich 7 Mopeds galt es für den Roady sicher über die sechs Tage zu guiden. Eine Herausforderung, welche er bestens meisterte.

Wenige Kilometer später fuhren wir in Frankreich ein und mussten, da das Mittagessen bereits bei Kilometer 132 geplant war, schon bald einmal einen Kaffee-Stop einschalten. In Villersexel (was für ein Name…) pausierten wir in der «Auberge de la Terrasse», wo wir – obwohl das Restaurant erst um 12 Uhr öffnet – auf der Terrasse, wo wir die wärmenden Sonnenstrahlen genossen, bedient wurden. Allzuviel zu berichten hatten wir noch nicht und setzten wir die Reise zum Mittagshalt in der Bar Restaurant «La Plage» in Vaivre-et-Montoille fort. Ein wahrlich kultiger Ort. Wir dinierten ein erstes Mal eben – Wie Gott in Frankreich. Aufgrund der doch etwas kühlen Temperaturen wärmten sich LX-Susi bei einem feinen Raclette auf. Der Tisch-Ofen war speziell, siehe Fotogalerie. Noch lagen 170 Kilometer vor uns. Wohlgenährt, kein Problem. Im «Hôtel Golf Château de Chailly» brachten wir den Empfang definitiv an seine Grenzen. Schliesslich konnten aber alle ihre wunderbaren Zimmer beziehen und unter den Augen Napoleons genehmigten wir uns einen ersten Apéro, stellten fest, dass wir trocken blieben, flott vorwärts kamen, schöne Gegenden und wenig Verkehr erlebten. Das Nachtessen, ein Traum, die nachfolgende Nacht ebenfalls.

GPS Track Details
Track length: 338.9 km
Moving time: 7:32 ( Total: 9:40 )
Average speed: 44.98 km/h
Total ascent: 2310 m
Total descent: 2341 m

Das Frühstück war fein. Die Croissants hhhmmmm… (In weiser Voraussicht hatte der Roady einige Tage vor der Reise empfohlen, das eine, oder andere Kilo abzunehmen, damit dann die Hosen während der ganzen Tour immer artig geschlossen werden können). Die heutige Fahrt geht ziemlich genau in Richtung Süd-West und durch grössere Waldstücke. Zu Beginn begleiten uns zum Teil dicke Nebelschwaden, welche sich aber nach und nach auflösen. Und kurviger wird es auch. Gleich zu Beginn gar gefühlt «off-roadig», da dem kleinen Waldsträsschen schlicht der Belag abhandengekommen zu sein schien. Schweissperlen traten auf, aber am Abend lockte ja das Thermenhotel. Mit 260 Km ist die Distanz moderat, so dass unsere Blicke auch mal in die Umgebung schweifen können. Auf den Feldern fallen ganz viele runde Heuballen auf. Diese können mit Heu bis zu 400 Kg schwer werden, mit Silage gar über eine Tonne. Und nicht minder häufig sehen wir weisse, kräftige Charolais-Kühe und -Rinder. Diese werden vorab für die Fleischproduktion gehalten und zur Kreuzung mit anderen Rassen eingesetzt. Im zügigen Kurvenswing erreichen wir am Mittag Coulandon, wo wir in der «Auberge St. Martin» wunderbar verpflegen können. Unsere beiden Martin’s hoben beinahe ab vor Stolz. Sehr speziell: Hier arbeitet der Chef. Und zwar im Service, in der Küche, als Casserolier und was man sonst noch in einem Restaurantbetrieb so alles selber macht. Wir bestellten àla-Carte und das feine Essen wurde gleichzeitig serviert. Châpeau! Und alles wird frisch im Haus gemacht. Keine Konserven, oder so. Nur ist der Chef an seiner Grenze angelangt und will deswegen Ende Jahr aufhören. Wirklich, wirklich schade. Die folgenden 100 Km führen wiederum durch von Landwirtschaft geprägte Gegenden und immer wieder auch schöne Wälder. Der direkte Weg zum Hotel war infolge grösseren Umbauarbeiten versperrt, sodass auf dem an sich schon steilen Zufahrtsweg unsere Fuhren auch noch gewendet werden mussten: Höchste Kipp-Gefahr-Stufe für Polstergruppen und Co. Nach einer raumfassenden «Ehrenrunde» schwenkten wir auf die Zielgerade ein und freuten uns auf das Thermalbad. Von wegen. Viele Bereiche waren gesperrt und was offen war, war alles bereits zugebucht. Selbst ein kurzer Blick hinein war nicht möglich. So können wir hier also die Website des «Le Grand Hôtel» studieren und uns über frisch renovierte Zimmer freuen. Wobei: Wenn der Kleiderkasten gerade mal 3 feinste Plastikkleiderbügel und zudem keine Tablare enthält, waren wir vielleicht ein paar Wochen zu früh angekommen. Dafür schmeckte das Abendessen wunderbar, begleitet von einem Saint-Emilion Grand Cru. Am Schluss waren wir dann noch fast die letzten Gäste im Restaurant, die Alten waren bereits am «Chüssi-Loose»…

GPS Track Details
Track length: 257.7 km
Moving time: 7:36
Average speed: 33.89 km/h
Total ascent: 2395 m
Total descent: 2380 m

Der dritte Tag war dann ein Tag zur Erholung, mit bloss 123 Kilometern. Und auch heute agierte unser temporärer Prospect tadellos! Hike – ohne Gilet am Start – mutierte sich selbst vom Vicepresident zum Prospect und trocknete einen jeden Morgen die nachtfeuchten Sättel unserer Bikes. Ein grosses «Messi» an dieser Stelle. Unsere nicht mitfahrenden, echten Prospects werden sich wohl ein süffisantes Lächeln nicht verkneifen können. Am Start wurden wir von einigen Hotelgästen bewundernd beobachtet und auch gefilmt und fotografiert. Wir entschlossen uns, erst unser nächstes Hotel anzufahren, dort die Zimmer zu beziehen und die Bikes und uns selbst etwas zu erleichtern. Über die wunderbar kurvige Strecke erreichen wir unser «Hôtel de la Poste» in Pontigbaud. Zimmerbezug ging leider nicht, aber immerhin wurde uns ein Platz zugewiesen, wo wir unsere Gepäckstücke deponieren konnten. Da das Mittagessen auf dem Puy-de-Dôme reserviert war machten wir uns bald auf den Weg zur Talstation der Zahnradbahn. Selbige fährt alle 40 Minuten und äusserst pünktlich los. Kunststück: Der Zug wurde von Stadler Rail geliefert. Im «Chez Epicure» verpflegten wir ausgezeichnet, was aufgrund der Touristik und auf dieser Höhe und Abgeschiedenheit eigentlich nicht unbedingt zu erwarten war. Während des Desserts startete vor dem Restaurant eine Art Karls kühne Gassenschau mit viel Pomp, etwas Lärm, Rauch und durchaus respektabler Artistik. Einige von uns wollten noch zum Turm hoch. Kaum oben angekommen gab sich der Berg aber wieder bedeckt. Einige Paraglider hatten auch schon begonnen, ihre sieben Sachen wieder zusammen zu packen. Wir genossen die Fahrt mit Stadler Rail, erreichten den (riesigen) Parkplatz (zum Glück waren wir ausserhalb der Hauptsaison unterwegs…) und enterten unsere Maschinen. Den Parc Vulcania wollten wir besuchen, nur war dort bereits Schluss. Wohl zu wenig Touris. Also weiter zum Hotel – Zimmerbezug – Apéro. Im Hotel selbst traf später dann noch ein weiterer Harleytreiber ein, welcher vom Elsass kam und ausgezeichnet Deutsch sprach. Er durfte sich gerne beim Apéro sowie dem folgenden Nachtessen uns anschliessen. Im Restaurant «La Chasse» freute sich vorab Susi über die stilvoll mit Zeitungen dekorierte Wand (… und WC-Türe). Was dann allerdings auf den Tellern geliefert wurde, war schon fast unglaublich. 3-Gang-Menü für 16 Euronen und in herausragender Qualität. Zurück zum Hotel spazierten wir dann nicht mehr ganz so leicht, wie wir den Hinweg bewältigt hatten. Aber 200 Meter ging gerade noch. Auf dem Place de la République war am Donnerstag ein Markt angesagt und insgeheim fragte sich der eine und andere, um welche Uhrzeit dann wohl «Tagwache» war. Die Fenster aber schlossen wunderbar und zumindest jene mit eingeschränktem Hörvermögen kriegten rein gar nix mit. Gut auch das enge Douche-WC-Brünnli-Abteil. Auch mit erhöhtem Pegel wäre es schier unmöglich hinzufallen. Dafür fehlt sowohl in der Dusche, auf dem WC und vor dem Brünnli schlicht der Platz.

GPS Track Details
Track length: 144.9 km
Moving time: 7:51
Average speed: 18.44 km/h
Total ascent: 2169 m
Total descent: 1885 m

Traumhaftes Wetter begrüsst uns auch am 4. Tag! Am Morgen starten wir zwar bei kühlen 4.5 Grad, aber bald schon sind die Reifen im Kurvengewühl warm gefahren und die Sonne erwärmt unsere Schutzbekleidung. In der «Auberge Du Lac De Guéry» genehmigen wir uns vor eindrücklicher Kulisse was Flüssiges. Die Auberge, welche von Aussen nicht soooo wahnsinnig überzeugt, zeigt sich im Innern die ganze Pracht. Wer hier ohne Halt vorbeihastet: Sälbertschuld! Weiter geht’s durch vulkanisches Gebiet. Kurvenreich, beinahe autofrei, herrlich. Nach ca. 122 Km seit dem Morgen fahren wir gegen Sauxillanges. Kurz davor nimmt Bison den Notausgang. Schiff-Stop. LX hätte es wohl bis zum Mittagshalt geschafft, ohne diesen letzten Stop, gefühlt 500 Meter vor dem Ziel. Aber… eben… So erreichen wir mit leeren Blasen das «La Table St. Martin». Und schon wieder strahlen unsere Martiners. Wir übrigen aber auch: Ein Gourmet-Tempel und rechts neben der Zugangstüre (extra wegen uns…?) angeschrieben mit Harley-Davison. Kommt gut und kam sehr gut. In einem fast separaten Séparée (auf Französisch heisst ein solcher Raum cabinet particulier!) werden wir nach Strich und Faden verwöhnt. Yessss…
Aber noch haben wir 107 Km vor uns. Die folgende D39 macht uns beinahe seekrank. Super! Ankern tun wir an diesem Abend beim «Domaine et château de Valinches». Whow. Prächtige Umgebung, schöne Zimmer – der Apéro auf der Boulebahn und das Abendessen im Gewölbekeller. Logismässig vielleicht der Höhepunkt unserer Reise. Wir geniessen, haben es gut zusammen und legen uns nicht allzu spät aufs Lager. Der Freitag bringt 301 Km, die Abfahrt ist auf 08.45 geschoben worden.

GPS Track Details
Track length: 220.5 km
Moving time: 7:42
Average speed: 28.59 km/h
Total ascent: 3185 m
Total descent: 3052 m

So starten wir – wiederum bei prächtigstem Wetter. Nach ca. 1.5 Stunden wird es dann so warm, dass wir in Amplepuis in der Brasserie Du Coin einen Trinkstop einlegen müssen. Gleichzeitig wird der eine und andere Wärmeschutz ins Gepäck verräumt. Wer hätte das gedacht. Wenig später dann landen wir im ultimativen Stumpengleis. Der Weg als wie schmäler, der Belag als wie «spezieller», bis es dann bei einem Bauernhof endet. Bitte wenden und dies auf einem schmalen, steilen Weglein. Nicht alle schafften dies in senkrechter Position, aber mit vereinten Kräften traten wir den Rückweg an um nach ca. 450 Metern wieder auf den Pfad der Tugend zu finden. Alles nochmals gut gegangen also. Jetzt wird die Landschaft als wie Jura-ähnlicher. Am Mittag ist der Halt in Bourgvilain in der «Auberge Larochette». Auch dies wiederum ein Supertreffer von Skip. Das Essen wunderbar. Mit Nebenwirkung natürlich. So langsam beginnen die Rokker-Jeans von LX zu zwicken. Susi dagegen merkt an, dass sie glaube, eher noch abgenommen zu haben. Ihre Faust passt jedenfalls auch noch in den Bund. Schnell wird klar, dass am frühen Morgen LX und Susi in die jeweils falsche Rokker gestiegen waren. Die Runde amüsiert sich königlich und die beiden verabschieden sich kurz in ein kleines Pärklein gleich vis-à-vis dem Restaurant um zu tauschen. So kann sich LX wieder auf ein Dessert freuen und Susi benötigt keine Hosenträger mehr. Sei’s drum. Die Fahrt geht weiter und bei Saint-Trivier-de-Courtes können wir uns infolge einer Fast-Richtig-Navigation mal freundlich zuwinken. Dann wird das Geläuf als wie jurassiger und wir fühlen uns der Schweiz als wie näher. In Passenans fahren wir vor im «Hôtel Domaine du Revermont». Auch hier, praktisch allein auf der Welt geniessen wir eine sehr ruhige Lage, schöne Zimmer, für Hitzige den Hotel-Pool und für Durstige die Terrasse für den Apéro. Im schönen Restaurant geniessen wir an prächtigen Holztischen wiederum eine haute cuisine àla française.

GPS Track Details
Track length: 281.6 km
Moving time: 8:46
Average speed: 32.12 km/h
Total ascent: 2378 m
Total descent: 2858 m

Und schon ist sie Tatsache: Die 6. und letzte Etappe unserer Reise. Nochmals geniessen wir die Croissants bevor wir, nunmehr gleich ohne Kälteschütze, in Richtung Schweizer Jura pöttern. Bei der Abfahrt grüssen uns noch in der Nähe landende Heissluftballons, respektive deren Besatzungen. Der F-Jura unterscheidet sich an diesem Samstag vom CH-Jura massiv. In Frankreich ist praktisch niemand unterwegs. Dies stellen wir auch beim Kaffee-Halt in Ornans im «Canoë Café» fest. Wir waren die einzigen dort, aber wunderbar begleitet von Stockenten, welche überaus zutraulich waren. Diesen Stop sollte man auch mit der Familie mal besuchen. Überaus viele Möglichkeiten für Kids, sich auszutoben, sei es im Seilpark, auf dem Wasser, oder ganz sanft auch mit den Enten. Viele Dörfer auf dieser Fahrt waren prächtig geschmückt, unbestätigten Gerüchten zufolge extra wegen uns… Auf der Anfahrt zum Mittagessen im Jura streikt dann Skip’s Navi, verortet unseren RoadCaptain zuweilen deutlich neben der Strecke, sodass auch wieder einmal eine gegenseitige Grüss-Schlaufe genossen wird. Jänusodenn. Bald erreichen wir den Verpflegungsort «Etang du Moulin». Nochmals ein Volltreffer unseres Tour-Guides. Bravo! Der Ort jedenfalls scheint bekannt, denn wir werden beim Mittagessen gleich von zwei verschiedenen Hochzeitsgesellschaften umrahmt. Der Ausblick ab der Terrasse wunderbar, das Essen fantastisch, die Bedienung freundlich und die Preise moderat. So kann unser Aufenthalt kurz zusammengefasst werden. Jetzt sind es nur noch 113 Km bis zum Ziel. Diese führen uns über Damprichard nach Goumois, wo wir die Grenze in die Schweiz überfahren. Jetzt folgen natürlich weitere schöne Strassenabschnitte, wir sind aber nicht mehr allein. Klar, es ist auch Samstag heute. Hinter Saignelégier passieren wir noch vor Tramelan Les Reussilles, wo wir vergangenen Herbst im «Guillaume Tell» mit genialen Käseschnitten verwöhnt wurden. Das Gänsbrunnental fordert dann nochmals unsere geistige Präsenz bevor der «Leue» in Waldenburg zum Abschieds-Stop einlädt. Dort besucht uns unser geschätztes Passiv-Mitglied Claudia, ihres Zeichens die liebste Ehefrau unseres temporären Prospects. Ich bin mir fast sicher: In dieser Nacht auf Sonntag wird er wohl im HFS-Gilet geschlafen haben.

GPS Track Details
Track length: 266.7 km
Moving time: 9:29
Average speed: 28.07 km/h
Total ascent: 3829 m
Total descent: 3735 m

Zusammengefasst bedanken wir uns vorab beim Roady Skip für eine geniale Tour. Aber auch Petrus gebührt ein grosses Messi. Den Bilderlieferanten ebenfalls einen lieben Dank.