Am Motofestival wollten wir ein erstes Mal an der Saison '23 schnuppern.
Standesgemäss wurden wir (Blade, Hike, LX) von unserem RoadCaptain Skip ab Bahnhof Liestal nach Bern gekutscht. Mit einem Zwischenstop beim Grauholz für den Kaffee avec. Schliesslich waren wir ziemlich früh unterwegs. Da die Ausstellung erst um 10 Uhr öffnete war dieser Halt ein Gebot der Stunde.
Die restliche Strecke war nun überschaubar, zumindest distanzmässig. Mit der Ausschilderung wurden wir um halb Bern herumgeführt, erreichten schliesslich doch noch das Parkhaus. Blade hatte uns im Voraus Tickets besorgt, sodass wir direkten Zugang hatten. Die Schlangen an den Kassen waren ziemlich lange. In der Ausstellung selbst war es dann etwas schwierig, sich zu orientieren, da es bloss die Handy-Variante mit den Hallenplänen gab und selbige nicht ganz easy zu interpretieren waren. Nun, wir zogen einfach mal los und blieben schon bald an schönen Umbauten und prächtigen Oldtimern hängen.
Unter Letzteren befand sich auch ein Exemplar namens «Terrot». Diese Marke war zumindest dem Schreiberling völlig unbekannt. Weiterhelfen kann das Netz. Von Strickmaschinen über Velos führte der Weg zu Motorrädern. Immerhin wurden in der 70-jährigen Geschichte über 600'000 Motorräder gebaut.
Es gab einiges zu entdecken, aber der von der Swiss-Moto her bekannte Custom-Bereich war vergleichsweise marginal. Und Harley-Davidson selbst hatte keine Neuigkeiten zu präsentieren, mal abgesehen von den bekannten, nunmehr auf 120th Annyversary umgemalten. Aufgefallen ist uns jedoch, dass die Preise im Vergleich zum Vorjahr geradezu durch die Decke geschossen sind. Zum Glück stehen in unseren heimischen Garagen bereits unsere Schätze.
Interessant wiederum war die Stuntshow im Untergeschoss. Was hier die Profis auf Motorrädern, Quads und schliesslich noch in einem hochfrisierten Smart zeigten, verdient allergrössten Respekt und Bewunderung. Leider gibts davon in der Bildergalerie keine Fotos, da Ohren zuhalten und fotografieren gleichzeitig nicht machbar war. Und Ohren schützen war angesagt. Der Krawall beträchtlich. Akustisch wurde der «Sound» durch Magenknurren noch übertönt, sodass die Suche nach entsprechender Verpflegung anstand. Aber anstehen wollten wir nicht, draussen im Schatten frösteln auch nicht. Da erspähte LX das (Messe-)Restaurant Allmend mit eben frei werdendem 4-er-Tisch. Zack Platz genommen und Menü bestellt. Wir sassen am Tisch Nr. 22. Gewollt, oder Zufall... Es dauerte 22 Minuten, bis der Salat serviert wird und nochmals 22 Minuten bis zum Hauptgang. Besser wäre der Tisch Nr. 5 gewesen. Jänu, der vorhandene Winterspeck half überbrücken und bald darauf streiften wir nochmals durch die Hallen. Leider war die Messe ziemlich unstrukturiert aufgebaut, es gab weder Themeninseln, noch einen Zubehörbereich, wo verglichen werden konnte.
Aber auch der Zeiger rückte vor und zu spät auf der A1 in Richtung Basel fahren ist definitiv keine gute Idee. Souverän wurden wir wieder am Bahnhof Liestal ausgeladen und konnten in drei unterschiedlichen Richtungen nach Hause fahren. Daselbst erfolgte noch der Kontrollblick in die Garage, wo unsere Mopeds bereits mit den Hufen scharrten. Bald, bald geht's wieder los. Auch Vorfreude ist Freude!
Bilder sind hier zu finden.