• header133.jpg
  • header125.jpg
  • header130.jpg
  • header115.jpg
  • header114.jpg
  • header118.jpg
  • header112.jpg
  • header128.jpg
  • header126.jpg
  • header134.jpg
  • header123.jpg
  • header124.jpg
  • header135.jpg
  • header121.jpg
  • header117.jpg
  • header122.jpg
  • header119.jpg
  • header131.jpg
  • header132.jpg
  • header113.jpg

Bird

BirdHallo Seit meiner Jugendzeit bin ich vom Zweiradvirus infiziert. Am Anfang war ich vor allem auf muskelbewegten Gefährten unterwegs, da ich von zu Hause auf kein Töffli haben durfte, aber irgendwie trug ich schon damals Motorradgene in mir: mein Vater schwärmte immer von seiner alten Moto Guzzi, der NSU oder dem BMW.
Mit 18 konnte ich dann endlich die 125er-Prüfung machen…auf einer Vespa. Nach 2 Jahren durfte ich auf ein richtiges Motorrad umsteigen. Ich fühlte mich bald von der Tourerfraktion angezogen. Reisen planen und mit Sack und Pack durch die schönsten Landschaften touren, das war mein Ding.
Also habe ich meine Prüfung auf der Honda Pan European abgelegt - der Tourer schlechthin. Die 90er Jahre standen mehrheitlich immer noch im Zeichen der Bikes ohne Motor. Zusammen mit meiner damaligen Frau sind wir viele MTB-Rennen gefahren. Höhepunkte waren die Bike-WM 1990 in Durango/Colorado und der Superbiker du Hoggar in der algerischen Wüste 1991. In den Ferien bin ich auf der Honda mit meinem Cousin durch Europa getourt.
Meine Leidenschaft für’s Motorradfahren rückte etwas in den Hintergrund, als Familie und Arbeit wichtiger wurden. Eines Tages sass ich aber in meinem Büro in der Nähe des Hafens in Basel und hörte, wie hunderte von Biker vor meinem Fenster vorbei ratterten auf dem Weg in Richtung Biker Days-Gelände. Der Funken war gesprungen! Ich wusste, dass ich so einen V2 wollte. Der tiefe, bobbermässige Look mit nur wenig Schnickschnack gefiel mir am besten, deshalb stand bald eine schöne 1200er Sportster Fourty Eight bei mir zu Hause, die ich heute noch wie am ersten Tag liebe. Mit meiner Freundin, die selber vom Motorradvirus infiziert ist, habe ich also im Sattel der 48 einige Destinationen angefahren, meistens mit dem Motorrad auf dem Trailer, Zelt im Gepäck und ab in den Süden, wo wir dann Tagestouren unternommen haben.
Im 2022 kam dann wieder der Wunsch auf, ohne Trailer, nur mit Motorrad und Gepäck (wie früher) unsere Ziele anzusteuern. Dafür musste aber ein etwas bequemerer Cruiser her, mit dem ich nicht alle 2 Stunden eine Tankstelle ansteuern musste. Der Zufall wollte es, dass ich meine Traumharley aus meiner Jugendzeit fand, mit sehr wenigen Kilometern auf dem Tacho und in einem fast fabrikneuen Zustand: die Fat Boy Jg. 2004, gesellte sich also zu meiner 48. Meine Freundin spottet zwar, dass ich auf einem Sofa unterwegs bin, aber das Cruiserfeeling ist einmalig und wird lediglich durch das hässliche Geräusch der Fussrasten in den Kurven getrübt.
Jeder, der Harley fährt weiss, dass der Spass umso grösser ist, wenn man gemeinsam mit Gleichgesinnten unterwegs ist und Freundschaften entstehen auch abseits der Strasse. Deshalb versuchte ich im Frühling 2024 Kontakt zu anderen HD-Fahrern aufzunehmen. Dank meines Aufrufs im Zingge Bott (Ormalinger Dorfzeitung) wurde ich von LX angeschrieben. Bald trafen wir uns auf ein kühles Bier im Heustock zu Ormalingen und ich erfuhr, wer die HFS sind, was sie so treiben und welches ihre Regeln sind. Es schien mir, als läge das, wonach ich gesucht hatte direkt vor meiner Haustüre. Schon sehr bald bestätigte sich dieser Eindruck: die HFS sind eine familiäre Gruppe von Geniesserinnen und Geniesser, die alle die gleichen Leidenschaften teilen: Harleys, feines Essen, unvergessliche Abenteuer und gemütliche Stunden zusammen, wo es viel zu lachen gibt. Ich bin so glücklich, dass ich mit euch mitfahren darf.

zurück                                                                                        weiter